Die Sophienkirche

Die Sophienkirche wurde als Saalbau nach dem Konzept und Plänen des Baumeisters Philipp Gerlach erbaut. Die Grundsteinlegung fiel noch in die Regierungszeit König Friedrichs I. von Preußen. Nach dem Tod ihres Mannes am 25. Februar 1713 war die ursprünglich vorgesehene Namensgeberin Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin (1685-1735), Friedrichs dritte Ehefrau, bei der Weihe des Gotteshauses dem nachfolgenden König Friedrich Wilhelm I. von Preußen höchst unerwünscht; die Kirche wurde am 18. Juni 1713 deshalb zunächst als Spandauische Kirche geweiht.

Erst unter dem Nachfolger König Friedrich II. wurde sie nach Sophie Luise benannt und heißt seitdem Sophienkirche. Der barocke Kirchturm wurde in den Jahren 1732-34 durch den Turmbaumeister Johann Friedrich Grael angefügt.

1891/92 wurde die Kirche nach Entwürfen des Baurats Friedrich Schulze (als Behördenvertreter) und des erfolgreichen Architektenbüros Kyllmann & Heyden umgebaut. Ausführender Architekt war Kurt Berndt. Die Decke wurde erhöht – womit eine Erneuerung des Dachstuhls einherging – und der Fußboden abgesenkt sowie an der östlichen Schmalseite in den rechteckigen Grundriss eine Altarnische eingefügt. Wandgliederung und Dekor – auch die auf einem Strahlenkranz gelegene überdimensionale Rocaille an der Decke – gehen fast vollständig auf diesen Umbau zurück.

In die Außenmauer der Kirche ist an der Sakristei die Erinnerungstafel für den Dichter Karl Wilhelm Ramler – ein schönes Beispiel einer frühklassizistischen Schriftplatte – sowie an der Nordwand diejenige für die Dichterin Anna Luise Karsch eingefügt.

Neben einer Reihe von Gräbern aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs an der angrenzenden Sophienstraße findet sich als prominentestes Grab das des Gründers der Sing-Akademie zu Berlin Carl Friedrich Zelter.

 

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