Die Sophienstraße

Im Laufe der Jahrhunderte hat die heutige Sophienstraße mehrfach ihren Namen verändert.

Von der Kirchhofs-Gasse (Anfang 18. Jahrhundert bis um 1723), hin zur Ihden-Gasse, (etwa 1723 bis um 1737), zur Kirchgasse (ca 1737 bis um 1770), Sophienkirch-Gasse (seit 1770 bis 9.3.1837) bis hin zur heutigen Bezeichnung, (ab 9.3.1837) Sophienstraße.

Die Gasse erhielt ihren Namen ursprünglich nach der Sophienkirche. Die 1712/13 errichtete evangelische Sophienkirche an der Großen Hamburger Straße hat den einzig erhaltenen barocken Kirchturm Berlins. Für die stark angewachsene Spandauer Vorstadt wurde Anfang des 18. Jahrhunderts der Bau eines eigenen Gotteshauses notwendig. Am 11. Juni 1712 legte Königin Sophie Luise von Preußen den Grundstein für die Kirche.

Die rechteckige Saalkirche mit großen Rundbogenfenstern, umlaufender Empore und flacher Decke im Inneren war zunächst ohne Turm gebaut worden. Von 1729 bis 1735 errichtete Johann Friedrich Grael vor der westlichen Schmalseite den 69 Meter hohen, vollständig in Sandstein ausgeführten barocken Turm mit zweigeschossigem, plastisch bewegtem Säulenaufbau und geschweifter Haube. Der zuletzt 2008/10 restaurierte Turm bezieht sich in seiner Grundgestaltung auf den 1706 eingestürzten Münzturm von Andreas Schlüter.

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